Posts mit dem Label Ostseeküstenradweg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ostseeküstenradweg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 30. Juni 2026

Von Turku nach Meripirtti

Raisonlahti ist eine schilfige Bucht der Ostsee und ein Naturschutzgebiet. Ein Steg führt durch das Schilf zu einem Aussichtsturm, damit ich mich davon überzeugen konnte, dass dort hinten wirklich noch Wasser kommt. Aber zählt das überhaupt noch als Bucht oder schon als See? Die Verbindung zum Meer unter der großen Brücke ist schließlich kaum breiter als ein Bach.

Rund um Turku ist alles noch mit Radwegen und felsigen Schnellstraßen verbunden. In diesen Wäldern war es ein wenig kniffliger, einen Schlafplatz ohne Naturschutzgebiet oder Haus zu finden, aber nicht unmöglich.

Sehr schnell gelangte ich in die kleine und unauffällige Universitätsstadt Naantali. Es war noch alles still, nicht mal Studenten auf dem Heimweg von der Kneipe waren zu sehen.

Und dann verlässt der Ostseeradweg das Festland. Zwei Bänke bieten ein felsiges Panorama auf zwei Inseln und eine farblich passende Betonbogenbrücke, die sie verbindet.

Schäre Nr. 1: Raumakari

ist ein entfernt reptilienförmiger Felsen mit einem größeren Baum an der Seite, der die Brücke von unten stützt. Aber immerhin gibt es einen Durchgang, um den Gehweg auf der Brücke zu verlassen, falls man auf dem Reptil herumkraxeln oder ins Wasser springen möchte.

Schäre Nr. 2: Luonnonmaa

folgt dann gleich hinter der Brücke. 

Auch auf den Inseln gibt es Radwegweiser. Manchmal sind sogar die nationalen finnischen Radwege darauf angegeben, meistens eine Nummer im weißen Kästchen, hier dagegen ein Sonnenaufgang. Während der EuroVelo10 inzwischen wirklich gut beschildert ist, sollte man sich bei den nationalen Routen nicht auf Vollständigkeit verlassen.

Man merkt Lounnonmaa die Nähe zur Großstadt noch an. Wo ich an einer größeren Straße fahren musste, gab es einen separaten Radweg. Gelbe Linienbusse kreuzen über die Straßen, ordentlich Blümchen blühen auf den Verkehrsinseln, und die Felder sind unterteilt in Streifen aus Grün und Gelb. Falls doch mal ein Wald mit moosigen Felsblöcken auftaucht, wirkt sogar der eher wie ein Teil einer Parklandschaft.

Hauptsächlich scheint es sich um eine Wohn- und Vergnügungsinsel der Oberschicht von Turku zu handeln. Die modernen Villenkästen sehen teuer aus, kleine Seen wurden zu Hindernissen auf dem Golfplatz umfunktioniert, die kleinen Buchten zum Segelhafen.

 
Die nächste Brücke besteht aus pfeilförmigem Holz und führt über
 
Schäre Nr. 3: Särkka
 

Das zugewachsene Inselchen gibt seine Geheimnisse nur ungern preis. Es verfügt über eine Wendeschleife, einen Grillimbiss und ein Naturschutzgebiet (eine seltsame Kombi), ein Großteil von Särkka ist aber unzugänglich.

Es folgt die nicht-kanadische

Schäre Nr. 4: Otava 

wo die Felsen so weit angewachsen sind, dass manche Häuser auf ihnen draufstehen. Und hier trennen sich die Wege. In Meripirrti biegt der Ostseeradweg rechts ab und zurück aufs Festland.
Aber Moment. Laut dem Museum gestern beginnt hier das größte Archipel der Welt. Davon würde ich gern mehr sehen als einen Golfplatz. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auf diesen Inseln wahrscheinlich mehr von der finnischen Ostsee mitkriegen werde als auf dem eigentlichen Ostseeradweg. Bevor ich also auf dem Festland weiterfahre, will ich die Inseln entdecken. Wenn ich jeden Tag eine Insel besuchen möchte, bräuchte ich für das ganze Archipel 110 Jahre. Mein Urlaubsantrag in entsprechender Länge wurde aber aus unerfindlichen Gründen abgelehnt. Stattdessen habe ich auf touren-wegweiser.de eine Radroute durch das Inselmeer gefunden, die sich auch super als Abkürzung eignet für Radfahrer, denen die komplette Strecke um den Bottnischen Meerbusen zu viel ist. Auf zu einem Inselhopping, wie ich es noch nie gemacht habe!


Die "Ålternative" über die Turku-Schären und Åland-Inseln ist hier nachzulesen.
Die Hauptroute auf dem Festland geht hier weiter.

Sonntag, 28. Juni 2026

Von Ingå nach Matilda

Die heutige Strecke sah im Prinzip so aus wie gestern Abend, hat aber deutlich mehr Spaß gemacht. Erstens gab es weniger Zeitdruck, zweitens besseres Wetter, und drittens waren heute tatsächlich auch die ersten Seen zu sehen, welche das ganze Land blau besprenkeln. (Wobei die ganz große Finnische Seenplatte woanders ist, die umgeht der Ostseeradweg großräumig.) Zugänge zum Baden habe ich nicht entdeckt, nur klares blaues Gefunkel hinter Baumstämmen. Es dominieren noch immer die Nadelbäume.
Auch meine Sorge vor den finnischen Hügeln löste sich bald auf. Überall wird vor ihnen gewarnt, sie seien zwar kein Gebirge, würden aber durch die vielen aufsummierten Höhenmeter ganz ähnlich schlauchen. Natürlich ist das hier anstrengender als Flachland, keine Frage, aber nachdem ich gerade erst im Kein-Gebirge-aber-auch-sehr-hügeligen Mittelböhmischen Hügelland gefahren war, konnte mich das hier ganz bestimmt nicht schrecken. Zumal es ja die nächsten Tage tendenziell sogar flacher werden soll.

In vorbildlicher Weise hat Finnland erst kürzlich neue EuroVelo-Schilder aufgestellt, die mit kurzen, knackigen Pfeilen die Richtung weisen, und heute werde ich denen auch folgen. Radwege gibt es meistens nur noch in der Nähe der Städte, was aber nur auf wenigen großen Straßen ein Problem ist.
Nicht alle finnischen Straßen sind asphaltiert. Aber anders als in Lettland ist die Alternative keine gottlosen Schotterpiste, sondern extrem feste, hellbraune Erde. Sogar nach einem Regenguss unterscheidet sich das Fahrgefühl nur minimal von Asphalt.

Die Briefkästen am Straßenrand haben diese metallenen Fähnchen wie in den USA, die man hochheben kann als Signal für den Postboten, dass er das Paket darin mitnehmen soll. Die Wohnhäuser dahinter sind sehr versteckt. Präsenter sind da die Silos mehrstufigen Gebäude in schwedischem Rot, an deren Ende stets ein Silo dranhängt.
Aus den Straßennamen wurde ich nicht ganz schlau.

Auf halber Strecke liegt Ekenäs, das auf Finnisch Tammisari heißt. Der schwedische Name wird (wie auch in Ingå) zuerst genannt, es muss hier also viele schwedischsprachige Finnen geben. Dafür spricht auch, dass Ekenäs eine der ältesten Städte in Finnland ist und aus schattigen Alleen mit historischen Holzhäusern besteht, ein- bis zweistöckig und in allen Farben, hauptsächlich aber gelb.

Den nur teilweise historischen Markt- und Parkplatz fand ich im Vergleich dazu gar nicht mal so schön.

Eines der gelben Holzhäuser am Straßenrand sah irgendwie verlassen und heruntergekommen aus, und deshalb überraschte es mich, als da plötzlich das Wort Museo dranstand. Ob ich schon in Ekenäs ein finnisches kleines Dorfmuseum besuche? Aber wo kommt man da rein?
Moment, gleich dahinter stand ein neues anthrazitfarbenes Gebilde, in dem sich eine Kunstgalerie namens chappe befand. Ziel war hier gerade, eine Galerie mit Ostseebezug nah an der Ostsee zu bauen. Der Iron Curtain Trail ist vorbei, nach all den deprimierenden grauen Grenzmuseen ist es Zeit für ein auch graues, aber weniger deprimierendes Kunstmuseum. Wenn es einen Ostseebezug hat, umso besser, schließlich fahre ich jetzt ausschließlich auf dem Ostseeradweg.
Der erste Raum heißt Immortal und ist fast leer. Ein Künstler namens Christopher B. Jackson hat ihn mit seinem Lieblingsmotiv gefüllt: Sich selbst. Seine DNA hängt in Form von Punktkolonnen und schillernden Regenbogenfarben (etwa auf dem Tisch unten rechts) herum. In einer Petrischale schwimmen Jacksons Zellen, wo sie angeblich ewig in ihrer Nährlösung weiterleben können. Zumindest zeigte der Bildschirm an der Wand, wie sie putzmunter herumwuselten. Ob man auf diese Weise aber wirklich unsterblich wird, ist zweifelhaft. Die Ausstellung besteht nämlich nur noch bis zum 6. September 2026.

Im Obergeschoss wird es bodenständigen und maritimer. Erika Adamsson hat die Wände mit Bildern zugehängt, dermaßen viele, das ihr nicht für jedes einzelne ein Titel eingefallen ist. Diese Bildergruppe heißt Eine Woche auf der Insel. Bei der Insel handelt es sich um Klovharun im Schärengarten von Porvoo östlich von Helsinki, den ich selbst nicht gesehen habe, trotzdem gaben sie mir einen Vorgeschmack auf die Landschaft, die mich die nächsten Tage erwartet. Der Künstler Tove Jansson hat sein Sommerhäuschen auf der Insel gespendet und zur Künstlerresidenz gemacht.
Erika Adamsson war eine von denen, die sich dort mehrfach eingemietet haben. Sie fing Gräser und violette Blüten ein, die sich an den Fels klammern und ihn mit Leben füllen. Aber anders als ihre Kollegen richtete sie den Blick nicht nur auf die Natur, sondern auch das Zusammenspiel mit dem menschlichen Leben in der Hütte: Gummistiefel, Schaukelstühle, Regenjacken, Omas mit Bommelmützen und eine Inneneinrichtung aus den 60ern, alles sieht robust aus, ist aber sehr zart gemalt. Und natürlich immer wieder Wasser. Deshalb bestehen die Bilder natürlich auch aus Wasserfarben. Und zwar ausschließlich aus Farben von Inseln: Umbra von Zypern, Eisenoxid von den Hebriden, der Rest von den Åland-Inseln, wo sie lebt und wo ich auch noch hinwill. Für ein Bild hat sie sich sogar von zwei Meeresbiologinnen unterschiedlich alte Sedimente vom Meeresgrund ausbuddeln lassen, ein Zentimeter entspricht etwa einem Jahr.

Im Keller sind barocke Goldkelche und verstörende, aber interessante Nahaufnahmen von Mikroorganismen zu sehen. Mein Gespür war nicht falsch, diesem Ausflug in die moderne Kunst konnte ich schon etwas abgewinnen, zumindest manchen Teilen. Auch wenn das Zentrum der Internationalen Lichtkunst in Unna in der Hinsicht unübertroffen bleibt.

Sogar die Klos sind Kunst. In die Spülkästen ist ein Bilderzyklus namens Memento eingraviert. Auf dem Herren-WC hat jemand einen Apfel gegessen und scheidet den Kern wieder aus (WC ÄPPEL), aus diesem wächst auf den übrigen Toiletten ein Baum, der wiederum neue Äpfel trägt. Wer den gesamten Zyklus sehen will, kann auf besondere Anfrage auch das Mitarbeiter-WC besichtigen.


Das ist nicht alles, über einen Kellergang ist die Galerie Chappe auch mit dem Raseborgs Museum verbunden. Das enthält Modell der nahen Burg Raseborg, und eine Ausstellung mit Fotoleinwänden und Gegenständen des 20. Jahrhunderts. Ein Tüftler hat einen hängenden Sessel mit Lautsprechern im Polster entworfen, in dem man angeblich nicht hören kann, aus welcher Richtung der Klang kommt (doch, kann man). Die Museumsbesucher versinken darin und hören... ein Video darüber, wie der Sessel gebaut wurde. Eine Gratisausstellung im Hinterhaus zeigt Gemälde nackter Menschen in Swimmingpools und ein Riesenbild mit absurd vielen Vogelarten namens Go away bird.
Ach guck, sogar in der ollen Scheune da ist irgendwas, nachgestellte Räume voll mit falschen Tieren und echten Schaufeln, Leitern und Heuhaufen. Hier wurden Tiere, Verbrauchsgüter und manchmal andere Familien als Mieter gelagert. Perfekt, ich habe also doch versehentlich ein kleines finnisches Heimatmuseum mitbezahlt.
Sogar das alte gelbe Häuschen vom Anfang, das mich überhaupt erst auf das Museum aufmerksam gemacht hat, hat doch noch einen Eingang. Darin sind alte Räume nachgestellt, zum Beispiel die Köket/Keittiö/Küche, die angeblich von 1790 bis 1900 so aussah. Ein ganz schön langer Zeitraum, in dem die Ekenäser nicht nur auf Strom, Herd und eine Alexa verzichten und stattdessen auf einen extrabreiten Ofen zurückgreifen mussten, sondern auch ihren Inneneinrichtungsstil offenbar nicht groß veränderten.

Auf der zweiten Hälfte des Tages tauchte die Ostsee wieder auf. Mehr oder weniger. Auf jeden Fall nicht so, wie sie aus Deutschland kennt.
Finnland ist hügelig und seenreich, das sollte bekannt sein. Dass in Finnland ein richtiges Gebirge entstand, ist schon eine Milliarde Jahre her. Die Gletscher vor zehntausend Jahren haben alles abgeschmirgelt, und so blieben von den Bergen nur die flachen Felsplatten, die heute so skandinavisch sind wie sonst was. Das ist dann wahrscheinlich auch der Grund, warum wir in Norddeutschland keine solchen Platten haben, obwohl da dieselben Gletscher aktiv waren - bei uns zu Hause stand nicht mal vor einer Milliarde Jahren ein Gebirge, das die Gletscher hätten abschleifen können. (Die deutsche Küste sah damals auch komplett anders aus und lag viel weiter im Norden.) Nur die Moränen, also die zusammengeschobenen Sandhügel, sind natürlich generell überall, wo Gletscher im Spiel waren.
Diese geologische Geschichte hat mehr mit heute zu tun, als man denkt. Zum einen habe ich mehrmals in diesen Gletschern gebadet, also quasi. Als die Gletscher langsam abschmolzen, entstand daraus der Ancylussee, ein Vorläufer der Ostsee. Ein paar Wasserpfützen blieben aber auch ohne Verbindung zum Meer liegen und bildeten die finnischen Seen. Gleichzeitig drückte aber auch weniger Gletschergewicht das finnische Land runter. Darum begann sich 7500 v. Chr. die ganze abgeschmirgelte Felsplatten-und-Moränen-Masse, auch bekannt als Baltischer Schild, langsam zu heben. So langsam, dass sie damit bis heute nicht fertig ist. Die finnische Küste wächst um bis zu acht Millimeter pro Jahr in die Höhe. Das ist kein Funfact, sondern ein echtes Problem. In den vergangenen Jahrhunderten mussten die Häfen ständig nach Westen verlegt werden, weil sie verlandeten. Die Flüsse haben inzwischen im Küstengebiet kaum noch Gefälle, die Folge sind starke Hochwasser. Dummerweise kann man für dieses Problem niemandem die Schuld geben, nicht mal der Menschheit. Ich vermute mal, die Finnen wünschen sich die Gletscher ja nun auch nicht zurück. Wenigstens können Geologen anhand der Bewegung berechnen, wie elastisch die Erdkruste eigentlich ist.

Die Küste des Baltischen Schilds ist eine Schärenküste, und das heißt, sie ist hoffnungslos zersplittert in ein heilloses, unübersichtliches Chaos aus winzigen und riesigen Inseln, Halbinseln, Sackgassen, Brücken, Buchten und Festland mit Seen drin. Der Versuch, hier dem Festland immer genau am Wasser entlang zu folgen, wäre ungefähr so erfolgversprechend, wie Milch mit einem Kehrblech aufzufegen oder alle Folgen Dr. Who in chronologischer Reihenfolge zu schauen. Der Ostseeradweg versucht das gar nicht erst, sondern leitet die Radler weit ins Hinterland.
Aber sogar da ist plötzlich die Ostsee im Weg: Lange Meeresarme strecken sich tief ins Land rein. Den ersten konnte ich gleich auf einer Brücke überqueren, die aus kleinen Holzbrettchen zusammengepuzzelt war. Auch der zweite hatte eine Brücke, ich sollte aber noch ein Weilchen weiter nach Norden folgen. Das klare Blau funkelte deutlich sichtbar hinter den Getreidefeldern, somit war das tatsächlich ein Radweg an der Ostseeküste im weitesten Sinne. Auch wenn dieses schmale Wasserband ebenso gut ein finnischer Fluss oder See hätte sein können.

Einmal hatte ich meine liebe Not, mich durch eine Straße zu schlängeln, in der gerade ein Flohmarkt aufgebaut wurde.
Mittagessen musste ich auch noch kochen, was nicht einfach war, denn die einzigen Rastbänke hinter Ekenäs gehörten zu einem Imbiss. Getrieben von Hunger musste ich mir im Wald schließlich den moosbedeckten Felsbrocken mit den wenigsten Ameisen drauf aussuchen.
Die minimalistischen Bushaltestellen taugten auch nichts, sie warfen ihren Schatten nach hinten in den Straßengraben, wo ihn keiner gebrauchen kann.

 

Ich verließ die Hauptstadtregion namens Uusimaa und fuhr... jetzt erst rein ins Eigentliche Finnland? Ah ja. Optisch änderte sich trotzdem nicht viel.

86 Prozent von Finnland sind Wald. Das ist sogar 1 Prozent mehr als in Schweden, und damit ist es das waldreichste Land Europas. Hier und da mussten die wenigen Menschen aber trotzdem mal den Wald roden, um sich irgendwas zu essen anzupflanzen. Ich radelte gerade über eine besonders große Landwirtschaftslichtung in der prallen Sonne, die schon so tief stand, dass ihre Strahlen sich am Sonnenschutz des Fahrradhelms vorbeimogelten. Und dann machte die Gangschaltung auch noch plötzlich komische Dinge (die bald darauf wieder aufhörten, aber das wusste ich ja nicht).
Auf einmal verspürte ich ein schmerzhaftes Ziepen im Kopf. Kacke. Ein Sonnenstich? Nein, so schlimm war es nicht, aber eindeutig ein Warnzeichen. Wo ist hier in der Nähe irgendwas, also irgendwas anderes als heiße Felder? Im nächsten Dorf stand die finnische Version eines Melkhus. Die rote Hütte warf immerhin einen deutlichen Schatten, wenn auch leider nicht auf die weiße Rastbank. Hinter der Tür waren in Kühlregalen die Produkte der Landwirtschaftslichtung ausgestellt, die per Kartenzahlung an einer Art Selbstbedienungskasse erworben werden konnte. Die Kasse sprach sogar Englisch, aber nur im allgemeinen Menü, bei den langen Produktnamen musste ich selber gucken, was auf der Verpackung stand, und es auswählen. Ich wartete ab, bis die Kunden vor mir fertig waren, und kaufte gezwungenermaßen zwei teure Apfellimonaden und ein Lakritzeis am Stiel, dann ging es wieder besser.


Der nächste Abzweig brachte mich in den Nationalpark Teijon kansallispuisto, dessen Felsen und Farne sich aber von übrigen Fauna nicht wesentlich unterschieden. Im Herzen des Nationalparks liegt am dritten Ostseearm das beschauliche Matilda.

Es wird bewohnt von mehreren Alpakas namens Romeo Jr, Pom Pom, Mauritz, Wilmer und Sukka-Jukka.

Ich schob das Rad die Alpakawiesen runter und entdeckte eine putzige kleine Wassermühle, deren Rad sich noch drehte. Tatsächlich war ich auch auf der Suche nach Wasser, aber eigentlich eher in Hähnen als in Mühlrädern. Das war gar nicht so einfach, denn die eine Hälfte von Matilda war für ein Cider-Festival gesperrt, die andere für eine Hochzeit. In der Scheune wurde fröhlich getafelt, im Hotel daneben nächtigten die Gäste, aber das Klohäuschen dazwischen war in der Karte als öffentlich eingetragen, und mit etwas gutem Willen konnte man argumentieren, dass es vom Geltungsbereich des Geschlossene-Gesellschaft-Schildes nicht erfasst war. Jedoch hatte sich davor eine lange Schlange gebildet, und über die Schultern der Gäste erhaschte ich den Blick auf ein Kein-Trinkwasser-Schild, von dessen Geltungsbereich eindeutig das gesamte Toilettengebäude umfasst war.

Dann muss ich bis morgen durchhalten. Ich fuhr aus Matilda raus, bis ich den Nationalpark verlassen hatte, und ließ mich im nächsten Wald nieder. Der Himmel war wieder völlig klar, die Luft warm, heute Nacht brauchte ich eindeutig kein Zelt.
Leider hat es terminlich nicht gepasst, diese Tour auf die Mittsommernacht zu legen. Ich bei Helsinki mit mehreren Deutschen gesprochen, die gerade erst diese magische Nacht in Finnland verbracht hatten. Ihre Reaktionen waren recht unterschiedlich. Den einen gefiel es, andere konnten mit der dazugehörigen Zelebrierung, Saufen und stumpfes Grölen in der Sauna, nur wenig anfangen.
Eine echte Mitternachtssonne gibt es an der Ostsee nicht, denn der Polarkreis verfehlt das Meer leider knapp. Auch für eine ununterbrochene Bürgerliche Dämmerung zu sehen, muss ich noch ein Stückchen weiter nach Norden die Küste hoch.
Technisch gesehen sind die Weißen Nächte bei Helsinki also nur eine ununterbrochene Nautische Dämmerung (die man theoretisch auch in Flensburg sehen kann). Praktisch ist der Unterschied aber selbst Ende Juni noch ganz erstaunlich. Vor allem, wenn keine Regenwolken den Himmel zuhängen. Als ich in Helsinki wegen kaputter Scheinwerfer in der Fahrradwerkstatt erschien, wirkte der Typ überrascht und winkte ab, solange ich nicht gegen zwei Uhr nachts fahren wollte, sei das eigentlich kein Problem.
So sah der Himmel um diese Zeit aus, und dunkler wurde es nicht.


Donnerstag, 2. Mai 2024

Von Pärnu nach Virtsu

In Pärnu habe ich ein bisschen zu viel Zeit verbracht. Erst Mittags ließ ich mich einmal vom Fahrradzähler durchzählen und überquerte dann die Brücke über den Pärnu.


Als endlich alle Vororte hinter mir lagen, freute ich mich auf grüne, unberührte... Golfplätze.

Ja, diese Seite von Pärnu scheint beliebt bei den Reichen zu sein. Im Wald verbirgt sich ein modernes Gebilde aus Backsteinbögen, umgeben von Zäunen, Bäumen und Bungalows. Das ist die Villa Andropoff, in der einer der späten, alten Herrscher der Sowjetunion Urlaub machte. Das Hotel darin ist noch heute nach ihm benannt.
Laut seinem Wikipedia-Artikel war er total bescheiden, asketisch, liebenswürdig, vielfältig interessiert und eine Art Gorbatschow light bzw. Gorbatschows Mentor bzw. sogar der bessere Gorbatschow, weil er anders als sein Vorgänger Breschnew und Nachfolger Tschernenko mit erfolgreichen Reformen experimentiert hat, die der doofe Gorbatschow dann leider durch noch radikalere Reformen ersetzt haben soll. Allerdings ist der Artikel mit Es bestehen Bedenken bezüglich der Neutralität markiert, also naja. Weil er so krank war, starb er schon nach 15 Monaten im Amt. Damals wurde die Sowjetunion Gerontokratie genannt, weil nur noch Greise an der Macht waren, ein ganz klares Zeichen, dass das System am Ende war, eindeutig. Dabei war Andropow mit 69 noch ein Jungspund verglichen mit dem aktuellen russischen Präsidenten oder beiden US-Präsidentschaftskandidaten.

Hinter dieser elitären Küste konnte ich wieder am Wasser fahren und... blieb stehen.
Also fast. Eine Wand aus Wind stemmte sich mir entgegen, fest entschlossen, zu verhindern, dass ich heute noch Virtsu erreiche. Gegenwind hatte ich eigentlich die meiste Zeit auf der Baltikumstour - was schon eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit des Windes bedeutet, wenn man bedenkt, wie oft der Eurovelo10 hier die Richtung von Ost nach West nach Nord nach Süd wechselt. Aber die meiste Zeit (außer im Schneesturm) hielt sich die Windstärke in Grenzen. Heute nicht.
Ich bewegte mich nur noch mit der Geschwindigkeit von Herrn Andropow in seinen letzten Lebenstagen über den Damm. Neben mir wühlte der Wind die Rigaer Bucht auf, die jetzt nicht mehr so spiegelglatt war.

2008 stellten sich hier in Lindi 2354 Menschen in eine Linie, tanzten und kamen dabei auf 3,7 Kilometer Länge. Damit brauchen sie den Guinness-Weltrekord der Longest Single Dance Line. Mit Menschenketten kennen sich die Balten einfach aus.
Reiterhöfe und kleine Unterkünfte säumen die Romantische Küstenlinie, wie sich dieser Abschnitt nennt. Mit weniger Wind könnte ich dem sogar zustimmen.

Zumindest die Gänse und Enten finden es hier äußerst romantisch, der Anzahl ihrer Küken nach zu urteilen.
Zwar ist das Ufer gesäumt von Schilf statt Strand, dennoch ist das der letzte Abschnitt, wo die Küstenlinie noch relativ normal aussieht.

Ich kämpfte und kämpfte mich durch bis zum südlichen Ende der romantischen Küste, und endlich wechselte der Weg die Richtung und ging (die meiste Zeit zumindest) wieder nach Nordwesten, sodass ich (die meiste Zeit zumindest) die Windwand an der Seite oder im Rücken hatte. Hier entfernte ich mich von der Küste und kam immer wieder durch Waldstücke.
Ich radelte durch eine düstere Allee, die eine ideale Kulisse für einen Gruselfilm wäre. Wo ist denn nun das Vampirschloss am Ende?

Nirgendwo, stattdessen folgt eine knuffige, bunte Mini-Tankstelle. Das Häuschen sieht eher nach einer Spielzeug-Tankstelle für Kinder aus. Hier gibt es Müügil bensiin!

Wie in Lettland gibt es auch hier ein paar engagierte Dörfer, die eigene Radwege gebaut haben. Nur: Wenn eh extrem wenig Verkehr ist und ich da eh in einer Minute durchgerast bin, lohnt es sich dann überhaupt, da raufzufahren? Natürlich tut es das, ich will ja nicht undankbar sein.

Leider gibt es auch das Gegenteil: Steinige Dorfpisten! Wenn auch sehr viel weniger als in Lettland.
Die Gegend ist noch ziemlich feucht. Das Puhtu-Laelatu-Feuchtgebiet wird schon seit 1971 ausdrücklich von einer der ältesten internationalen Konventionen zum Naturschutz, der Ramsar-Konvention, geschützt.

Rein sprachlich (manche sagen, auch kulturell) liegt Estland eigentlich näher an Finnland als am Rest des Baltikums. Estnisch ist eine finno-ugrische Sprache, und das heißt: Klingt süß, aber ich versteh gar nix mehr. Manche Ortsschilder sehen aus wie ausgehustet.
Die Landschaft sah immer mehr so aus, wie ich mir Finnland vorstellte, und manchmal musste ich mir regelrecht klarmachen, dass ich noch nicht in Finnland bin - das kommt schließlich erst auf der nächsten Tour!

Hier in Illuste wurde Jan Teemant geboren, ein estnischer Märtyrer und Politiker, der einfach nicht vernünftig zum Arbeiten kam, weil ihm ständig irgendwelche Russen an den Kragen wollten. Zuerst saß er im Tallinner Stadtrat und machte bei der Revolution von 1905 mit - ein erster Versuch der Unabhängigkeit, der fehlschlug. Während ein Zarengericht schon mal das Todesurteil vorbereitete, lebte Teemant als politischer Flüchtling in der Schweiz. (Genau wie Lenin - also ausgerechnet der Mann, der das Regime gründen würde, das Teemant später wirklich hinrichten sollte. Die Geschichte hat einen befremdlichen Humor.) Als das Urteil aufgehoben wurde, kehrte er zurück und musste nur noch anderthalb Jahre in Untersuchungshaft. Die nächste Revolution lief besser, er kam in die verfassungsgebende Versammlung und dann ins Parlament. Bis die Sowjets das Land besetzten und ihn verhafteten. Wo und wie genau er dann getötet wurde, ist unbekannt.
Mit diesem Gründervater beschäftigt sich ein Heimatmuseum. Es befindet sich im Landhaus Illuste Manor, mal sehen, von 1646, gehörte Familie Maydell... ach schade, das ist wohl doch nicht Teemants Geburtshaus.
Viele Dörfer haben so ein Museumchen, und pflichtgemäß weist ein braunes Schild in jedem Dorf darauf hin. Aber Saison haben sie leider noch nicht.

Der Abend dämmerte herauf, aber irgendwie hatte ich es doch noch geschafft! Erster Vorbote war eine alte Windmühle, die bald von vielen Windrädern im Sonnenuntergang abgelöst wurde. Mein heutiges Ziel ist nämlich bekannt für seinen Windpark. Dann war der Wind heute wenigstens für irgendwas gut. Auch ein mysteriöser schwarzer Turm, dessen Geheimnis ich nicht lüften konnte, ragte weit entfernt aus dem Wald.
Eine Frau führte ganz allein ihren Hund spazieren und starrte in die Kulisse der drehenden Mühlen im Abendrot.

Schließlich kam ich wieder mal auf eine alte Bahntrasse - und wie üblich bevorzugt die Bahn den direkten Weg, also quer über die Bucht. Umso mehr, wenn dazu nur eine ganz kurze Brücke nötig ist. Die Bahntrasse von Virtsu nach Rapla existierte von 1928 bis 1968, so viel kann ich dem estnischen Schild entnehmen.

An ihrer Seite im Schilf nistet ein Schwaan. Er schlief bereits eingerollt in seinem Nest.
Hier war nun gut zu sehen, was ich bisher nur in der Ferne durch die Bäume erahnen konnte: Die Ostseeküste kommt in die Pubertät. Auf der Karte sieht es aus, als würde sie aufplatzen und Pickel oder Beulen hervorbrechen. Aber nein, das kann ich so nicht sagen, das klingt viel zu hässlich. Und hässlich sind diese Ausläufer, Halbinseln oder was auch immer - der Bikeline nennt sie Finger - nun wirklich nicht.
Also: Herzlich willkommen zur Estnischen Fingerküste!

Und einer der ersten Finger heißt Puhtulaid. Als der Ort Virtsu noch Werder hieß und das alles noch deutsch war, ließ hier Graf Carl Thure von Helwig für seine Sommerresidenz einen englischen Park anlegen. Als Hobby war er Bildhauer, und so stellte er alles mit eigenen Statuen voll. Seine Tochter Dorothea angelte sich als Lover keinen anderen als einen gewissen Dichter namens Friedrich Schiller, und Helwig fand den als Schwiegersohn offenbar schwer in Ordnung - zumindest stand hier eine der ersten Schillerstatuen überhaupt.
Meine Erwartung war also: Ein wilder Park auf einer vergessenen Insel mit einem verfallenen Schloss drauf. Da kam mir auf einmal folgender Gedanke: Wäre es nicht cool, auf so was zu übernachten?
Nun ja. Als ich vor einem relativ neuen, verschlossenen Tor stand, passte das schon mal nicht ganz zu diesen Erwartungen. Aber ich schob das Rad trotzdem durch das offene Fußgängergatter. Als ich statt einer Schlossruine ein offenbar bewohntes Landhaus entdeckte, hoffte ich immer noch, dass dahinter das richtige Lost Place losgehen könnte.

Stattdessen fand ich eine Kamera. Einsam thronte sie auf einer weißen Stange im Wald. Verwirrt beschloss ich, hier lieber nicht zu übernachten. Wer glaubt, die Straßenlaterne im Wald von Narnia sei deplatziert, der sollte mal zur Überwachungskamera von Puhtulaid fahren.

Und als ich schließlich am Ende der Halbinsel herauskam und statt des versprochenen Aussichtsturms nur ein weiteres normales Haus erschien, war ich von Puhtulaid insgesamt enttäuscht.

Vor allem aber war es nun schon richtig düster, und zu allem Überfluss tröpfelte es leicht vom Himmel. Auf dem Rückweg bog ich ab zu einem kleinen Bootshafen. Eigentlich hatte ich gedacht, dort werde ich eher gestört als auf der geheimnisvollen Schlossinsel, aber das Gegenteil war der Fall - kein Schwein war dort, die Handvoll Boote lagen einsam herum, und wie es die App versprochen hatte, erwarteten mich ein Aussichtsturm, viele Grills und jede Menge Rasthütten als Regenschutz. Wunderbar, danke, Hafen!
Als ich mich hinlegte, ertönten seltsame Geräusche.
Ffüüü, fffüüü...
Es klang, als würde jemand über eine Flasche pusten.
Ffüüü, fffüüü...
Ich richtete mich auf. Aber da war niemand.
Ffüüü, fffüüü...
Ich brauchte viel zu lange, um zu begreifen, dass es Wind war, der durch die Schornsteine der Grills pfiff.

Sonntag, 31. Oktober 2021

Bornholm: Von Sose nach Rønne

Bornholm III: Die Südküste

4:30, Sose, Kilometer 93 Ich erwache. Warum erwache ich nur so früh, wenn ich unter freiem Himmel schlafe? In meinem Zimmer kann ich bis um 12 Uhr schlafen, aber an der frischen Luft ist spätestens um 6 Schluss. Es liegt nicht an der Helligkeit, denn unter den Bäumen ist es dunkler als in meinem Schlafzimmer. Muss also die Luft sein.
Möglichst leise mache ich mich auf die Socken.

5:00 Als ich längst wieder an der Straße fahre, klingelt mein Handywecker. Den habe ich vorsorglich gestellt. Es fährt nämlich nur eine Fähre am Tag, also sollte ich die auf jeden Fall schaffen.

Gestern, 19:56 Hier müsste irgendwo die Schutzhütte von Arnager sein. Ich fahre vorfreudig den Feldweg zum Wasser herunter, denn der Meerblick ist traumhaft. Doch aus der Hütte schauen mir bereits Reisende mit halb mitleidigem, halb zufriedenem Gesichtsausdruck entgegen und zucken mit den Achseln. Deshalb bin ich gestern die paar Kilometer bis Sose zurückgefahren.


5:05, Arnager, Kilometer 98 Neben der Straße erstreckt sich der Lufthavn von Bornholm. Um diese Zeit fliegen dort keine Flugzeuge, sondern ausschließlich Vögel. Ihre Landebahnen sind mit extragroßen Pfützen ausgestattet.

5:10 Immer noch Flughafen. So ein Lufthavn ist echt lang.


5:17 Ein Haufen Mülltonnen markiert die Stelle, an der ich die Straße verlassen soll. Hier gibts einen kürzeren und schöneren Weg ins Stadtzentrum, und zwar... wieder eine Bahntrasse? Ich bin nicht ganz sicher, aber könnte sein.
Zunächst bringt mich diese Trasse durch einen normalen Laubwald.


5:23 Und anschließend durch Kleingartenanlagen. Naja, das wars jetzt wohl endgültig mit den besonderen Landschaften.


5:30 Von wegen! Zum Schluss durchquere ich noch einen Dünenpark. Ein paar wenige Nadelbäume wurzeln hier im Sandboden einer extrabreiten Düne, die mehr oder weniger unerkannt in den normalen Erdboden übergeht. Oder steht der ganze Vorort auf dieser Düne?


5:37 Ich schiebe durch den Sand bis zu einer Bank, wo ich eine zweite Frühstückspause einlege. Hier fällt die breite Düne steil zum Wasser ab. Ich genieße den Blick auf strahlende Wolken im Morgenrot und die Mole am Hafen, welche aus aufgeschütteten Steinen besteht. (Da finde ich die Wolken doch schöner.) Dort baggert bereits ein Bagger herum. (Also, auf dem Pier, nicht in den Wolken. Fliegende Bagger gibt es auch im technisch fortschrittlichen Dänemark noch nicht.) Der Baggerfahrer und ich scheinen die einzigen Personen auf der Insel zu sein, die schon wach sind.


5:57 Ich zische an der Festung von Rønne vorbei. Bin ich wirklich schon da?

6:04, Rønne, Kilometer 107 Jap, bin ich. Viel zu früh erreiche ich den Hafen. Darum schaue ich noch eine Weile die schlafende Stadt an und flicke mein Fahrrad.

7:30 Auf meinem Ticket steht Sowohl in Sassnitz als auch in Rønne ist es selbst Check In. Trotz der fragwürdigen Formulierung erkenne ich den Sinn des Satzes und sehe mich nach einem Automaten oder etwas ähnlichem um. Fehlanzeige.

7:45 Etwas, das einem weiblichen Menschen zum Verwechseln ähnlich sieht, taucht auf und scannt die Tickets der Radfahrer. Erstaunlich, wie weit die Robotertechnologie in Dänemark schon ist!

8:00 Die Fähre legt pünktlich ab. 

11:20 11:40, Fährhafen Mukran, Sassnitz, Insel Rügen, Deutschland Die Fähre legt nicht so ganz pünktlich an - ein passendes Willkommen in Deutschland (vor allem, wenn man danach mit der Bahn weiterwill).